Der Ziergarten:

Im Ziergarten sollten die verblühten Rhododendren sorgfältig abgeknipst werden, da direkt darunter die Knopsenbildung für das nächste Jahr einsetzt. Bitte nicht mit der Harke tief unter dem Strauch arbeiten, da man sonst die Wurzeln verletzt. Es kann auch noch eine kleine Gabe Spezialdünger ausgebracht werden, neue Rhododendrenerde aufgefüllt werden und evtl. Laubreste um die Stämmchen verteilt werden, da der Strauch gerne feuchte Erde, aber keine Staunässe hat.

Bei Stauden bitte die Stiele mit den Samenkapseln abschneiden, evtl. blühen sie dann im Herbst nochmals, wenn auch nicht mehr so üppig wie im Frühlingsommer. Zu diesen Stauden gehören z.B. Rittersporn, Lobelien, Lupinen und Sommernelken um einige zu nennen.

Bei Rosen sollte man regelmäßig die verwelkten Blüten abschneiden. Daran denken, dass sie Ende Juni das 2. Mal gedüngt werden. Sobald sich Mehltau als weißgrauer Belag auf Blättern, Trieben und Knospen zeigt, sollte man sofort tätig werden. Die befallenen Triebe abschneiden und in die Restmülltonne, keinesfalls auf den Kompost. Mehltau tritt vor allem dann auf, wenn die Rosen zu dicht und zu schattig stehen und Regen nicht schnell abtrocknen kann. Wenn man nicht mit der Chemiekeule arbeiten will, sollte man es mit Schachtelhalmbrühe versuchen. Gibt es getrocknet in gut sortierten Gartenzentren zu kaufen. Wie sie angesetzt wird steht auf der Packung.

Bei Rosensternruß hilft bisher noch kein Mittel außer regelmäßigem Spritzen mit Spezialpräparaten. Vorbeugend kann auch hier Schachtelhalmbrühe helfen, die Rosen widerstandsfähiger zu machen. Vermeiden kann die Brühe den Sternruß jedoch nicht. Die befallenen Blätter (schwarze Flecken und abfallende Blätter) sofort aufsammeln und in die Restmülltonne.

Wenn Rosen nicht wachsen oder Erdbeeren wenig Früchte tragen, können Bodenälchen (Nematoden) daran schuld sein, Sähen Sie die Blumen über größere Flächen aus (am besten im Mai). So breitet sich dann im Sommer ein Blütenteppich aus. Die Studentenblume lockt mit ihren Wurzeln die Fadenwürmer an. Diese dringen in die Wurzeln ein, können sich dort aber nicht wie in anderen Pflanzen ernähren und fortpflanzen. Die Nematoden sterben folglich ab.

Um Beetlücken zu füllen eignen sich Ringelblumen und Studentenblumen sehr gut, da sie keinen großen Ansprüche stellen. Nur das Beet wie üblich von Unkraut befreien, mit einer Harke auflockern und aus dem Samentütchen auf die Fläche streuen und dann ein wenig mit Erde bedecken und in der ersten Zeit regelmäßig gießen.

Denken Sie bei der Blumenauswahl auch an Blühpflanzen, die von Bienen gerne besucht werden. Greifen Sie zu ungefüllten Blüten, da nur solche von den Bienen und Hummeln genutzt werden können. Hier eigenen sich auch besonders gut Kräuter wie Salbei, Thymian, Lavendel, Borretsch, Rosmarin und Ysop.

 

Der Nutzgarten:


Tomaten müssen jetzt angebunden und ausgegeizt werden. Die Seitentriebe an den  Blattachseln wöchentlich abbrechen. Täglich an den Fuß der Pflanze reichlich gießen. Wenn die ersten Tomaten kommen, Tomatendünger geben. Bis Ende August 2 mal nachdüngen. Gegen die Braunfäule die unteren Blätter entfernen. Wenn sich 6 Triebansätze gebildet haben, die Triebspitzen kappen. Außerdem sollte man Tomaten einen Regenschutz geben. Dies muß nicht aufwendig sein. Es genügen Schutzhauben die über die Stangen gestülpt werden. An sonnigen Tagen die Hauben nach oben schieben.
Im Gemüsebeet den Boden auflockern und morgens oder abends gießen. Wer die Beete mulcht,  muß weniger gießen! Nicht in der prallen Sonne und auf die Pflanzen gießen. Dies gibt Brandflecke.
Mischkulturen im Gemüsebeet halten sich gegenseitig Schädlinge vom Leib und fördern sich  in Wuchs und Geschmack. Es gibt einige Pflanzen, die gut nebeneinander wachsen. Dazu gehören:
Bohnen und Karotten, Erbsen und Gurken, Möhren und Zwiebeln, Kartoffeln und Knoblauch, Kohlrabe und Lauch, Radieschen und Erdbeeren, Sellerie und Kohl, Tomaten und Salat, Zucchini und Stangenbohnen.
Petersilie soll nicht neben Schnittlauch gepflanzt werden. Da Ringel- und Studentenblumen Nematoden (Wurzelälchen) von den Nutzpflanzen abhalten, sollte man im Gemüsebeet ruhig auch einige dieser Blumen setzen. Das ist nicht nur nützlich, sondern sieht auch noch schön aus. Wenn man ungefüllte Exemplare wählt, haben die Bienen auch noch etwas davon.
Gegen eine Schneckenplage hilft nur absammeln und vernichten. Man kann zusätzlich  ein flaches Brett oder einen Pappendeckel in die Beete legen. Die Schnecken verkriechen sich ab Morgen wenn es hell wird darunter und man kann die Schnecken mit dem Brett hochnehmen, somit  besser entfernen und vernichten.
Es kann auch versucht werden, die Schnecken mit einer Reihe Bohnenkraut oder Kamille abzuschrecken. Darauf achten, daß man keine chemischen Mittel einsetzt, die Bienen und andere Nützlinge schädigt. Man sollte aber bedenken, daß man Schnecken leider nicht endgültig vertreiben kann.

Der Garten im Juni

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Gartenbau- und Verschönerungsverein Flamersheim e.V.